Ratten im Hauskeller: der Weg aus dem Kanal ins Haus
Über undichte Anschlussrohre gelangen Ratten aus dem Kanalnetz direkt in den Keller. Von dort erschließen sie Treppenhaus und Nebenräume, oft unbemerkt über Wochen, bis Kotspuren oder Nagestellen den Befall verraten.
Ein Kratzen hinter der Kellerwand, ein modriger Geruch am Abfluss: solche Details deuten oft auf einen bereits laufenden Zugang hin. Ratten nutzen das Kanalnetz als Wegenetz und verlassen es dort, wo Rohre beschädigt oder Muffen undicht sind.
In vielen Frankfurter Altbauten aus Stadtteilen wie Nordend oder Bornheim liegen Anschlussrohre seit Jahrzehnten unverändert im Boden. Rissbildung, Wurzeleinwuchs und lockere Verbindungen schaffen genau die Lücken, durch die Nager ins Gebäude vordringen.
Anzeichen für einen Zugang aus dem Kanal
Bestimmte Spuren weisen gezielt auf einen kanalseitigen Befall hin und unterscheiden sich von anderen Einstiegswegen wie Dach oder Fassade.
- Kotspuren am AbflussLänglicher, dunkler Kot in Bodennähe nahe Rohrdurchführungen deutet auf regelmäßige Bewegung vom Kanal her.
- Nagespuren an DichtungenAufgeraute oder durchbissene Muffendichtungen zeigen, wo Tiere sich aktiv einen Weg freigelegt haben.
- Laufspuren an WändenDunkle Schmierspuren entlang von Kellerwänden entstehen durch wiederholten Kontakt mit Fell und Talg.
- Geräusche im BodenbereichScharren oder Nagen unterhalb von Estrich oder hinter Verkleidungen tritt vor allem nachts verstärkt auf.
- Geruch nach UrinEin stechender, ammoniakartiger Geruch in Kellerecken begleitet häufig länger bestehende Rattenpfade.
- Fallaufnahme am TelefonSchädling, Ort und Dringlichkeit werden vor der Anfahrt eingeordnet.
- Termin nach AbspracheKurzfristige Termine sind möglich, abhängig von Lage und Befundlage.
- Alle StadtteileVom Bahnhofsviertel bis Kalbach-Riedberg wird ein Einsatz organisiert.
- Fachverfahren je ArtKammerjägerverfahren richtet sich nach Schädling, Objekt und Rechtslage.
Vier verbreitete Fehleinschätzungen
Bei Rattenbefall im Keller führen bestimmte Annahmen regelmäßig zu Verzögerungen oder unwirksamen Maßnahmen.
- Gift allein reicht ausOhne Beseitigung der Zugangsstelle am Rohr kehrt der Befall zurück, sobald neue Tiere nachrücken.
- Mieter muss selbst handelnBefall gilt in der Regel als Sache des Vermieters; der Mieter muss ihn unverzüglich anzeigen und die Behandlung dulden.
- Ein Rohr wird übersehenAuch scheinbar intakte Anschlussrohre können an Muffen undicht sein und bleiben ohne Prüfung unbemerkt.
- Warten bis zur HäufungJe länger ein Zugang bestehen bleibt, desto stärker etabliert sich die Population im Gebäude.
Der Weg vom Kanal ins Treppenhaus
Der klassische Einstiegspunkt liegt am Kellerablauf oder an der Rohrdurchführung zur Straße. Ratten nagen sich durch morsche Dichtungen oder nutzen bereits vorhandene Öffnungen an Muffenverbindungen, ohne zusätzlichen Widerstand zu überwinden.
Im Keller angekommen, folgen die Tiere Leitungsschächten und Kabeltrassen weiter nach oben. Über Kellertüren, die nicht bündig schließen, erreichen sie das Treppenhaus und von dort angrenzende Wohnungen oder Gewerbeflächen im Erdgeschoss.
Aus dem Protokoll: früh fragen kostet weniger
Ein Anruf genügt — wir ordnen ein, was nötig ist.
Was beim Anruf passiert
Der Ablauf nach der Meldung folgt festen Schritten, damit Ursache und Ausmaß des Befalls zügig eingeordnet werden können.
- Anruf annehmenDie Schilderung von Anzeichen, Ort und Dauer des Befalls hilft bei der ersten Einschätzung der Lage im Keller.
- Fall einschätzenAngaben zu Gebäudetyp, Kanalanschluss und bisherigen Beobachtungen ordnen den Fall vor dem Termin fachlich ein.
- Termin vereinbarenEin Termin wird passend zur Dringlichkeit gelegt, unauffällig auch in belebten Stadtteilen wie Sachsenhausen-Nord.
- Fachkraft vor OrtVor Ort erfolgt die Prüfung von Rohrdurchführungen, Ablaufstellen und Laufwegen samt Einleitung geeigneter Maßnahmen.
Mehr zum Thema auf der Leistungsseite Ratten — mit Verfahren, Ablauf und häufigen Fragen.
Bei Rattenbefall auf dem eigenen Grundstück ist die Allgemeine Gefahrenabwehr im Ordnungsamt der Stadt Hanau die zuständige Stelle; die Bekämpfung ist Sache des Grundstückseigentümers.
Kurz zusammengefasst
Der Weg vom Kanal in den Keller erklärt sich meist durch bauliche Schwachstellen an Anschlussrohren und Durchführungen. Wer Kotspuren, Nagestellen oder ungewöhnliche Geräusche im Kellerbereich bemerkt, sollte den Befund nicht allein durch Gift bekämpfen. Eine fachliche Prüfung der Zugangswege schafft Klarheit über Ursache und notwendige Maßnahmen, bevor sich der Befall im Treppenhaus weiter ausbreitet.
Wo wir unterwegs sind
Der Ratgeber gilt für ganz Frankfurt am Main. Auf den Seiten der Stadtteile steht, was dort durch Lage und Bebauung besonders häufig vorkommt.
- Gallus
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- Unterliederbach
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- Westend-Süd
- Zeilsheim
Oft gefragt
Wer ist bei Rattenbefall im eigenen Haus zuständig?
Die Bekämpfung ist Sache des Grundstückseigentümers. Bei Fragen zur Gefahrenabwehr ist das Ordnungsamt der Stadt Frankfurt die zuständige Stelle für Rattenbefall.
Muss ich als Mieter den Befall selbst melden?
Ja, unverzüglich beim Vermieter. Befall gilt in der Regel als dessen Sache, der Mieter muss die Behandlung im Anschluss dulden.
Wie erkenne ich, dass Ratten aus dem Kanal kommen?
Kotspuren, Nagespuren an Rohrdichtungen und Laufspuren an Kellerwänden nahe Abflüssen sind typische Hinweise auf einen kanalseitigen Zugang.
Wird die Anfahrt zum Termin auffallen?
Nein, Fahrzeuge und Kleidung sind nicht beschriftet. Der Termin lässt sich unauffällig in jedem Frankfurter Stadtteil wahrnehmen.
Weitere Protokolle
Anfrage schicken
Wir rufen zurück und ordnen den Fall ein. Wer den Termin übernimmt, nennen wir im Gespräch und schriftlich vor dem Termin.


